9 Gründe einen Essbaren Permakultur Garten anzulegen!


Um dich mit hochwertigem Essen zu versorgen brauchst du keinen großen Bauernhof zu besitzen! Ein kleiner Garten kann auch schon genügen um deinen Beitrag zu leisten. 

Für uns waren die Gründe unser Permakultur Projekt zu starten um uns selbst zu versorgen anfangs in 3 Worten zusammen zu fassen : Selbst- Versorgung, Selbst- Verantwortung und Freiheit! 

Nach und nach sprach immer mehr dafür und  nachdem wir uns auf einer 5 monatigen Familienreise einen klaren Kopf verschafften, stand es fest: Wir kaufen uns ein kleines Stück Land und fangen endlich an! 

Nahrung 

Im Supermarkt stoßen wir schnell an die Grenzen unserer Verantwortung, die wir für unseren Einkauf übernehmen können. Das günstige Gemüse ist schwer gespritzt, dann greifen wir zum Bio Gemüse und kaufen einen Haufen Plastik ein. Tja. 

Wer anfängt sein eigenes Obst und Gemüse anzubauen hat dieses Problem nicht! Du bestimmst was du in deine Erde hineinsteckst und was du herausholst. Bei der Nahrung für unsere Kinder können wir uns sicher sein, dass hier nachhaltig und biologisch gearbeitet wurde und das schlechte Gewissen gegenüber der Verpackung und dem Transport bleibt aus. 

Bei der Suche nach Pflanzen, die in deinem Klima gut wachsen und gedeihen können wird dir schnell klar, wie klein die Auswahl des Supermarktes doch ist. So viel köstliches Obst und Gemüse werden nicht angeboten, da der Transport oder die Lagerung nicht allzu leicht vonstatten gehen. Mit dem Anbau deiner eigenen Lebensmittel bringst du Vielfalt auf deine Teller. 

Unterschätze niemals was frische ausmacht! Frisch geerntetes Gemüse kann von seinem Nährstoffgehalt einfach nicht mithalten mit lange eingelagerten und weit transportierten Produkten. 

Wildnis

Jedes Fleckchen Erde, dass biologisch und nachhaltig bewirtschaftet wird, hinterlässt nicht nur Nahrung für uns sondern auch für Insekten, Vögel und Wild. Es bietet Lebensraum für Mikroorganismen, die sich um die Erde kümmern, welche sich wiederum um deine Pflanzen kümmert. Geschlossen wird ein wunderschöner Kreislauf! 

Biodiversität

Das Gegenstück zur kommerziell verbreiteten und absolut nicht nachhaltigen Monokultur ist die ausgeprägte Mischkultur, die Biodiversität mit sich bringt. Wer möglichst viele verschiedene Pflanzenarten in seinem Garten und somit viele verschiedene Insekten herbeiführt kreiert ein nachhaltiges Paradies indem sich Pflanzen gegenseitig unterstützen. 

Müll Vermeidung 

Wer aufhört im Supermarkt einzukaufen und sein eigenes Essen anbaut, merkt schnell, dass die Mülltonnen leer bleiben. Viel weniger Plastik kommt ins Haus! In der Permakultur wird Müll vermieden oder weiterverwertet also recycelt. Da das mit vielen Verpackungen von Plastik schwer möglich ist, sind wir froh wenn es erst garnicht ins Haus kommt. 

Küchenabfälle werden zu fruchtbaren Kompost, alte Kleidung wird als Mulch verwendet und Abwaschwasser wird zur Bewässerung eingesetzt. 

Spart Geld 

Sich selbst zu versorgen spart eine Menge Geld. Je nachdem wie weit die Selbstversorgung fortgeschritten ist können Ausgaben für Essen, Brennstoffe und sogar Kleidung schnell gespart werden. Wer nichtmehr zum Supermarkt fahren muss, spart auch den Sprit fürs jeweilige Fahrzeug. In der Permakultur fallen auch keinerlei Kosten für Dünger oder Spritzmittel an, da wir hier mit bereits vorhandenen Rohstoffe deines Gartens oder deinen eigenen Ressourcen arbeiten.  Siehe meinen letzten Artikel zum Thema Urindüngung

Bewegung und Stressabbau

Während Permakultur Gärten immer so ausgerichtet werden, dass sie so wenig als möglich Aufwand bedeuten, findet man trotzdem immer etwas zu tun. Nicht umsonst kommt der Trend der Garten Therapie immer mehr zum Vorschein. Kreativität ausleben beim Aufbau eines Gartens um danach zuzusehen wie alles wächst und gedeiht ist einfach wunderbar! Durch den Garten zu laufen und mal hier und mal da Beeren zu ernten hat etwas so beruhigendes. 

Teilen 

Meistens verfügt ein gut organisierter Permakultur Garten über mehr Obst und Gemüse, als man selbst jemals essen könnte. Eine tolle Gelegenheit deinen Ertrag mit Familie, Freunden und Nachbarn zu teilen.

Nicht nur das Teilen von deiner Ernte sondern auch das Teilen deiner Arbeit kann eine Möglichkeit sein. Viele Menschen würden sich über dein Wissen freuen und helfen gerne mal mit. Und wer weiß welche neuen Möglichkeiten sich für dich auftun.

Wir haben hier bei uns im Dorf bereits mehrmals Obst und Gemüse gegen Pflanzen oder Stecklinge getauscht. So baust du dir deine Community um dich herum auf! Ein Tauschen und Teilen, ein Geben und Nehmen! 🙂 

Bildung 

Es ist schon erstaunlich wie viel Wissen wir uns über Permakultur und die Natur an sich angehäuft haben in den letzten Jahren. Wer Spaß beim lernen hat vergisst nicht so einfach. Spielerisch merkt man sich lateinische Namen von Pflanzen und chemische Formeln deines Bodens ohne jemals an einem Schreibtisch zu sitzen und zu “büffeln”.

Auch die Kinder die unseren Garten genießen lernen Pflanzen kennen. Nicht nur aus dem Buch sondern mit Händen, Mund und Augen. Ich persönlich finde es so wichtig Kindern zu zeigen, wo ihr essen herkommt und ihnen die Möglichkeit zu geben auch selbst eine Pflanze groß zu ziehen, die später genüsslich verspeist werden kann. Kinder, die Spinat selbst anbauen, essen ihn meistens auch gerne 😉 

Glück 

Zuletzt aber bestimmt nicht außer Acht zu lassen ist das Glück, dass so ein Garten mit sich bringt. Dein eigenes Paradies zu kreieren, dass dich nährt und deine Seele füttert, ist einfach etwas ganz Besonderes. Auch die Tatsache, zu wissen, dass man hier mit seinem Fleckchen Erde, keinerlei Schaden anrichtet,sondern ganz im Gegenteil, etwas gutes tut. Nachhaltigkeit zu fördern, den bedrohten Bienen und Insekten einen Ort zu geben an dem sie sich entfalten können und gleichzeitig deine Familie mit gesundem Essen zu versorgen. Das ist so schön 🙂 

 

Was steht dir noch im Weg ? Hast du Zugang zu einem potentiellen “Lebensgarten” und möchtest ihn endlich nutzen ? 

 

Alles Liebe, 

Lisa Signature

 

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