Gärtnern nach dem Mond. Lass dir vom Magischen Mondschein Helfen! 2


Es ist bereits bekannt, dass der Mond in seinen unterschiedlichen Phasen einen großen Einfluss auf uns Menschen und unsere Umwelt ausübt. Natürlich bleibt auch der Garten davon nicht verschont. Hier möchte ich dir zeigen, wie du die Kraft des Mondes nutzen kannst, denn sie greift dir richtig angewandt ganz schön unter die Arme. 

Grundvoraussetzung der Anwendung ist natürlich erstmal zu wissen in welcher Mondphase wir uns befinden. Der erste Schritt ist also, sich einen Mondkalender zuzulegen, oder im Internet die Entwicklung des Mondes täglich zu beobachten, dann bekommst du auch langsam ein Gefühl dafür. Wir sind ja leider nicht alle mit einer konkreten Mondbeobachtung aufgewachsen. 

Die Auswirkungen des Mondes auf den Garten haben unsere Vorfahren, beruhend auf tausenden Jahren Erfahrung, für uns festgehalten. Die älteste und einfachste Gartenregel lautet:” Was nach unten wächst säe im abnehmenden Mond, was nach oben wächst, säe im zunehmenden Mond!” Eine einfache Faustregel zu merken! Es geht aber noch etwas genauer und ausführlicher. 

Der Abnehmende Mond

MondDer abnehmende Mond wandert zur Sonne, wodurch sein Licht immer weniger wird. Die Kräfte der Pflanzen ziehen sich in die Erde zurück und fördern das unterirdische Wachstum. 

Diese Mondphase ist auch ein guter Zeitpunkt um zu Ernten, Einzulagern und Konservieren. 

Da sich Säfte der Pflanze in die Wurzeln ziehen, ist es auch ein guter Zeitpunkt um Sträucher und Bäume zu schneiden. Im abnehmenden Mond kannst du auch großartig Stecklinge vermehren, da das Wurzelwachstum jetzt Hilfe bekommt. 

Neumond

Bei Neumond steht der Mond zwischen Sonne und Erde und so wird kein Licht mehr reflektiert. Die typische Zeit des Neuanfangs. Jetzt sollten einzig regenerative Arbeiten vorgenommen werden. 

Der zunehmende Mond

Die Sichel wird allmählich voller, wenn sich der Mond in seiner Bahn um die Erde von der Sonne entfernt. 

Alle Kräfte stehen auf Zunahme. Die Säfte der Pflanzen verbreiten sich wieder und das oberirdische Wachstum der Pflanzen wird jetzt angeregt. Im zunehmenden Mond sollte auch das mulchen stattfinden. 

Vollmond

Bei Vollmond nehmen Sonne und Mond die Erde in ihre Mitte. Die Kraft des Mondes hat hier ihren Höhepunkt erreicht. Düngen ist jetzt eine gute Idee, da der Boden besonders Aufnahmefähig ist zu dieser Zeit. Die Heilkraft von Kräutern und Heilpflanzen erreicht ihren Höhepunkt und sollte somit zur Zeit des Vollmonds gesammelt werden. 

Zu dieser Zeit sollten keine Baumschnitte vorgenommen werden, da die Verletzungen der Bäume schwerer heilen. 

 

Sternbilder und ihre Einteilungen 

Je drei der zwölf Sternbilder werden zu einer Gruppe zusammengefasst, die Trigone genannt werden. Jedes der vier Trigone steht für eines der vier Elemente und damit auch für eine bestimmte Pflanzengruppe:

Zum Frucht-Trigon, dessen Element die Wärme ist, zählen die Sternzeichen Löwe, Widder und Schütze. Dieses Trigon hat besonders großen Einfluss auf Fruchtpflanzen wie Obstbäume und Beerensträucher, aber auch Fruchtgemüse wie zum Beispiel Tomaten, Auberginen oder Kürbis.

Zum Wurzel-Trigon, das Element Erde, zählen Jungfrau, Stier und Steinbock. Wurzelpflanzen sind Gemüsearten mit unterirdischen oder bodennahen Elementen. Zum Beispiel Kartoffeln, Radieschen, Karotten oder Sellerie. 

Das Blüten-Trigon mit dem dazugehörigen Element Luft/Licht besteht aus Waage, Zwilling und Wassermann. Pflanzen mit auffälligen Blüten wie Zwiebelblumen, Blütensträucher und Stauden gelten als Blütenpflanzen im Sinne des Mondkalenders, aber auch Gemüsearten wie Karfiol oder Brokkoli. 

Die Zeichen Skorpion, Krebs und Fische, deren Element das Wasser ist, werden zum Blatt-Trigon zusammengefasst. Zu den Blattpflanzen gehören Kräuter und Blattgemüse wie Salbei, Minze, Kohlarten und Salate, aber auch Heckenpflanzen oder Stauden. 

Je nach Sternbild in dem der Mond gerade steht, ergeben sich die sogenannten Wurzeltage, Blatttage, Fruchttage oder Blütentage. Daraus wird abgeleitet welche Pflanzen gesät, gepflanzt, geschnitten oder geerntet werden. 

Vorsicht, Köpfchen bewahren! 

Der Mond liefert uns tolle Grundlagen zur Orientierung im Garten. Dogmen sind jedoch auch hier, wie überall, fehl am Platz! Orientierung ist gut, lass dich jedoch nicht verunsichern! 

Unsere Zwetschken Geschichte: 

Eines Herbstes konnten wir erkennen, dass unser Zwetschken Baum, dem es an Fülle von Früchten nicht fehlen konnte, bereit war, abgeerntet zu werden. Zu diesem Zeitpunkt haben wir allerdings gerade angefangen uns am Mond zu orientieren und laut dem Mondkalender, sollte wir noch mindestens eine Woche warten mit der Ernte. Also warteten wir.

Zur richtigen Zeit nach dem Mondkalender, konnten wir mindestens die Hälfte unseres Ertrages gleich auf den Kompost transportieren! Ups! Reingefallen! 

Immer Köpfchen bewahren wenn es um deinen Garten geht. Der Mond dient zur Orientierung, halte trotzdem stets Ausschau, ob es in Deinem Garten Sinn macht, zu warten oder nicht! 

Unser Kalender

Es gibt etliche Mondkalender für den Garten auf dem Markt. Wir haben schon ein paar ausprobiert und sind bei ‘Mit dem Mond durchs Gartenjahr’ geblieben. Neben dem genauen Kalender für jeden Tag, findest du hier auch noch einmal alle Grundlagen über das Gärtnern nach dem Mond. Nicht nur dein Garten kann sich daran orientieren, auch der neue Haarschnitt, eine Operation oder der nächste Zahnarztbesuch. Den Mondtagen der Imkerei wird hier auch ein Kapitel gewidmet. 

 

Hast du bereits Erfahrungen mit dem Gärtnern nach dem Mond gesammelt ? Oder vielleicht sogar einen direkten Vergleich in deinem Garten vorgenommen ? 

Alles Liebe,

Lisa Signature

 

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2 Gedanken zu “Gärtnern nach dem Mond. Lass dir vom Magischen Mondschein Helfen!

  • Volker

    ja ich war auch sehr ungläubig und habe salat an Wurzel, Blatt, Blüten und Frucht tagen ausgesäht. Der Unterschied bei Wurzel (Salat flach und viel Wurzeln) und Blatt (wie aus dem Bilderbuch) und Blüten (Er sehr schnell zur Büte) waren mehr als deutlich.. das hat mich umgehauen, wie andere Sachen bei den Biodynamischen Präparaten etwa.. 🙂 Höhere Würmeranzahl im Kompost… im Vergleich zu normalen Kompost..